Etwas weniger, etwas mehr, etwas weniger Mehr dazwischen…


Ein Käfer, der hat Flügel

Die trägt er auf dem Rücken

Doch eins das sollt man nicht

Den kleinen Käfer drücken.



Denn Tausend kleine Viren

Und Millionen von Bakterien

Die nehmen gerne bei dir

Alle ihre Ferien.




Trinken Blut und spucken Speck

Und wälzen sich in ihrem Dreck.

Du merkst anfangs erst noch nichts

Bis es in der Seite sticht.


Doch dann ist alles schon zu spät.

In dir ist etwas, das dich quält

Das dich fickt und entstellt

Und etwas, das dich überlebt.



Die Blume der Woche: Vinca

dank an royle19 : http://www.flickr.com/photos/royal65/

 

* Immergrün (Vinca) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae).

Der Name ist abgeleitet von lat. pervincere für umwinden, Kränze binden: Zu früheren Zeiten haben sich Mädchen zum Tanz Kränze aus Immergrün gewunden.

Die Blume „Vinca“ steht für die Erinnerung. Und in diesem Sinne möchte ich mich an das vergangene Wochenende erinnern. An Spaß mit Freunden, Zelten im Luxus Zelt von Herrn Wolfskin (…Jaaaaaack), die schönste Nachbarin uff Erden, Trunk (G.’s toller neuer Mischmasch „Jägeré“), Heiterkeit, Versöhnung(mit einem alten Freund), Musik und Sing und Sang.

Auf letzteres möchte ich zurückkommen um ein paar lustige Momente des Wochenendes nicht zu vergessen. Denn gesungen, ach gesungen haben wir. Wo alle nur sang- und klanglos untergegangen sind, da nahmen wir ganz geschwind unsere Stimmen zum Mund, stimmten kurz die Bänder (mi mi mi, ma mo me si sa so u.s.w.) und fingen so gleich auch an zu singen.

Hier in Abständen, mal dann und wann etwas aus der Kiste unserer Musik.

Bis bald….

 

(*) dank an Wikipedia.

Die Blume der Woche – Jelängerjelieber

*Das Gartengeißblatt (Lonicera caprifolium), auch Echtes Geißblatt, Wohlriechendes Geißblatt oder Jelängerjelieber genannt, ist eine Pflanzenart in der Pflanzenfamilie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae).

Sie ist die Blume, die das Verlangen nach Liebe symbolisiert, das sich an einen Anderen Schmiegen, das am Hals herauf Kriechen, das Umschlingen, das Festhalten und das in den Armen zu Erblühen. Manchmal fehlt es, wenn man da in seinem Zimmer hockt und auf den Boden starrt, wenn einem der Wind in den Harren spielt und sich alles ein wenig unwirklich anfühlt. Der Gedanke herrscht stets im Kopf nicht allein zu sein, nicht in einem Raum sitzen zu wollen, indem der Gedanke aufkeimen kann. Mit etwas Glück steht man auf, schüttelt den Kopf, macht sich ein Brot mit Marmelade, trinkt ein Glas Kakao, setzt sich auf den Boden, schaut zur Decke, durch die Steinerne Wand über Dir, sieht andere Leute genauso da sitzen in ihrem Kämmerlein und fragt sich, warum nicht einfach Klingeln und sagen: „Komm, scheiß auf den Kakao und das Marmeladenbrot, scheiß auf das AN-DIE-DECKE-STARREN und lass uns jetzt mal raus gehen, ist doch schönes Wetter! Lass uns ein paar Stückchen Kreide nehmen, ab zum Alex und ein paar Bilder auf die großen Steinplatten kritzeln, lass uns mal verrückt sein und rings um das Bild schreiben „Dänemark ist schön“, lass uns die Leute angucken, die uns so gedankenverlorene Blicke zuwerfen, und plötzlich zu starren beginnen, weil sie aus ihrem Husch-Husch und ihrem hektischen Keine-Zeit-Haben aufgewacht sind und in der Zeit eines kurzen Atemzuges bemerken, dass nicht das, welches sie anstarren Merkwürdige ist, sondern sie selbst.

Das Wochenende ist in Sicht und es stimmt einen glücklich, denn die Arbeit wird getan sein und man wird Zeit für sich haben, Zeit um abzuschalten, Zeit auf andere Menschen zu zugehen, Zeit etwas Musik zuhören, zu tanzen, zu singen, zu lachen, spielen. Morgen beginnt es, morgen ist Freitag und ab um 3Uhr wird das Wochenende mit warmen und schwitzigen Händen mir „Guten Tag“ sagen, ich weiß es, morgen wird die Sonne untergehen, aber nicht so wie die letzten Tage, sondern mit diesem Gewissen Glanz und wird sagen: „ Hey, Jüngling, du musst jetzt nicht schlafen gehen, komm lass uns etwas machen, irgendwo hingehen, Leute kennen lernen und mal Spaß haben“, man sagt dann freundlich und mit höflichen Worten: “Ja“ und ab geht die wilde Fahrt. Irgendwo, ja, irgendwo hin. Ich freu mich und vielleicht, ja vielleicht sieht man sich sogar und sagt ganz einfach mit kindlicher Stimme, als würde es aus einer Kanone geschossen kommen einander „Hallo“, irgendwo, ja vielleicht irgendwo.

(*)danke an wikipedia, für die ersten 3 sätze in „die blume der woch“ 

Die Blume der Woche – Chrysantheme

*Die Chrysanthemen (Chrysanthemum) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) mit über 40, hauptsächlich in Ostasien verbreiteten Arten. Sie zählen zu den bedeutendsten Zierpflanzen. Die Bedeutung dieser Blume liegt in der Freiheit. Sie sagt aus: „Mein Herz ist frei“. Ich bin frei, mein Herz ist frei, ein freier Mensch, der freie Entscheidungen treffen darf und trifft, Tag ein Tag aus. Es ist so viel Platz nun da, soviel Freiraum, für etwas Neues, etwas Großes, etwas Unglaubliches.

Überwunden habe ich all das Leid, all den Kummer vergangener Tage, Wochen und Monate. Ich muss sagen, ich war lang, lang, sehr lang nicht mehr so frei, frei um alles tun zu können, frei um überall hin zugehen, frei um Dinge zu machen, die ich vorher nicht konnte, weil mich etwas auf dem Boden halten wollte, frei Geschichten zu erzählen, die ich nicht aus meinem Mund gebracht habe, weil mich irgendetwas zurückhielt. Dort in meinem Kopf war immer ein „Nein“, es war nicht mein „Nein“, es war ein anderes „Nein“, ein „Nein“, das es nicht mehr gibt.

Ich bin so glücklich, so glücklich, „Ich“ zu sein, dass mein Herz rasend schlägt vor lauter Glück. Manchmal hält man sich zu lange an einem Ort auf, der am Anfang so schön ist, so traumhaft und zum Schluss nur noch Einöde erkennbar ist. Vielleicht war es schon immer Einöde, vielleicht war es nur ein Gift, ein Trip auf dem man war, der irgendwann einfach nachlässt und einem die Wahrheit vor Augen führt und will man wirklich an so einem Ort sein?, „Nein, wohl kaum“.

Es gibt so viele bunte Wiesen, auf denen sich Bienen tummeln, Schmetterlinge Fangen spielen, und sich kleine Feldblumen im Wind wiegen. Dort möchte man sein, dort führt der Weg hin, dort weht der Wind sanfter, nicht so rau wie an Orten völliger Einöde. Man will doch stets da sein, wo man augenscheinlich herab blicken kann und doch in der gefühlten Realität zu einer Chrysantheme heraufschaut, auf das Sie Dir sagt: „Dein Herz ist frei, es ist schön, du bist frei…“, man blickt der Blume ins Gesicht und sagt leise „danke“. Man genießt den Augenblick und verliert sich im Raum.

 

(*) dank an wikipedia.

Die Blume der Woche – Calla

* Die Zantedeschien (Zantedeschia) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Aronstabgewächse (Araceae).  Sie steht für die Bewunderung und die Schönheit.

Die Calla ist diese Woche meine Lieblingsblume, nicht ohne Grund. Es ist etwas passiert, das mich völlig umgehauen hat. Ich war weit, weit, weit weg von hier und dabei war ich so nah, wie man diesen Straßen nur sein kann. Ich war am Anfang der Revaler Straße, dort wo sich eine kleine ganz unscheinbare Videothek befindet und dort stand Sie, S. So schön, einmalig, einfach da und wartete auf mich.

Wir kauften uns zwei kühle Getränke und verschwanden in der Ferne und auch obwohl wir für Alle sichtbar und greifbar waren, waren wir es nicht, schon lang nicht mehr. Wir wollten und waren so weit, weit weg und gingen bis ans Ende der Welt, sahen uns in die Augen und wussten, alles wird wieder gut, besser denn je zuvor. Springen, stand nie zur Debatte.

Wir sahen den Sonennuntergang, durchliefen fremde Welten und waren am Ende in einer Bar wo man zu dieser Zeit wohl Fußball schaute, doch uns schien das nicht zu kümmern, uns war es egal, wir waren wo anders, weit, weit, sehr weit weg.

Wir verabschiedeten uns am frühen Morgen. Ich blickte ihr hinterher, Sie drehte sich um. Wir winkten uns aus der Ferne zu. Ich überlegte, ob Sie sich wohl noch einmal umdrehen würde, ich sah ihr hinterher, sie hüpfte die Straße hinunter, blieb stehen und blickte ein weiteres mal zurück, wir lachten und winkten erneut.

Ich ging nach Hause mit einem Lachen im Gesicht, das bis jetzt noch nicht aus meinem Gesicht verschwunden ist. Ich danke Dir dafür S., es war so schön, so wunderschön, dieser so kurze Augenblick, weit, weit, ganz weit weg.

 

(*) dank an wikipedia.

Die Blume der Woche – Vergiss mein Nicht

Das Vergissmeinnicht (Myosotis) ist eine Gattung aus der Familie der Raublattgewächse. Das Vergissmeinnicht ist ein Symbol für zärtliche Erinnerung sowie für Abschied in der Liebe.

Für mich hat es die Bedeutung, dass es Jemanden gibt, den man nicht vergessen kann, weil dieser Jemand schon so lange da ist und auch wenn es dieser Person nicht bewusst ist, sie es nicht für wichtig hält, ich will nicht, dass Sie mich vergisst, denn ich werde es auch nicht. 

Eine Blume kann so schön sein, so viel Kraft schenken, den gesamten Raum mit Duft fluten, die Farben des Regenbogens in sich tragen und doch, als würde sie es nicht wissen, einfach nur eine Blume sein.

Ich hoffe, dass alles besser wird, ich hoffe…und werde nicht vergessen, das, was das Herz tief in mir so innig hält.